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Als im Jahre 1985
schließlich alle Rechte erworben waren, rief Harari Oliver Stones
Agent an. Ob Stone Interesse hätte, das Drehbuch zu schreiben? Am
selben Tag, als Stone sich mit Harari treffen sollte, bekam Stone
grünes Licht, um Platoon zu drehen.
Von 1985 bis zum Sommer 1987 war das Doors-Projekt
bei Columbia, unter dem damaligen Präsidenten Guy McElwaine. Aber
als David Puttnam zu Columbia kam, wurde das Projekt fallengelassen.
Innerhalb von 24 Stunden bekam Harari Anrufe von United Artists
und Warner Brothers. Er bekam auch einen Anruf von Tony Ludwig,
der die Agentur CAA verlassen hatte, um Direktor von Imagine Entertainment
zu werden. Ludwig hatte einen unmittelbaren Vorteil gegenüber den
beiden Filmstudios: Er kannte sowohl alle beteiligten Parteien,
als auch die verzwickte Geschichte des Projekts. Im September 1987
erwarb Imagine offiziell das Doors-Projekt. Brian Grazer und Ron
Howard, die Präsidenten von Imagine, begannen dann, mit möglichen
Regisseuren zu reden darunter auch Oliver Stone. Stone erinnert
sich: "Aber sie haben mich übergangen. Ich glaube, der Grund dafür
war, daß ich einen Drehbuchentwurf mochte, der den Doors nicht gefiel."
Bei Imagine beliefen sich die Vorkosten
für den Morrison-Film mittlerweile auf über 2 Millionen Dollar.
Deshalb schloß Imagine einen Produktionsvertrag mit Carolco Pictures
ab, um das Projekt zu finanzieren. Ein paar Monate später schloß
Carolco mit Oliver Stone einen Produktionsvertrag ab, und so kam
Stone schließlich doch noch mit dem Morrison-Film in Verbindung.
Stone meint, er hätte wohl an die 200 Möchtegern-Morrisons
in Augenschein genommen, bevor er sich für Val Kilmer entschied.
Über die Jahre waren als Kandidaten, neben dem bereits erwähnten
John Travolta, unter anderem auch folgende im Gespräch: Gregory
Harrison, Michael Ontkean, Timothy Hutton, Steven Bauer, Christopher
Lambert, Bono von der Rockgruppe U2, und, in der letzten Besetzungsrunde,
Michael Hutchence, von der Rockgruppe INXS, Tom Cruise, und Jason
Patric, der einen Morrison- Doppelgänger in dem Film The Lost
Boys spielte. Einmal bekam sogar Kevin Costners Agent einen
Anruf. Morrisons Mutter hatte ihn im Fernsehen in einem Film gesehen
und meinte, er hätte eine unglaubliche Ähnlichkeit mit ihrem Sohn.
Gegenwärtig
verarbeitet Stone drei verschiedene Drehbuchentwürfe, geschrieben
von Randy Johnson (Dudes), Ralph Thomas (Ticket To Heaven)
und Bob Dolman (Willow), und stapelweise Transkriptionen
zum endgültigen Morrison/Doors-Drehbuch. Der Etat des Films beträgt
ungefähr 20 Millionen Dollar und die anderen Darsteller sind, unter
anderem, Meg Ryan als Pam, Kyle MacLachlan als Manzarek, Kevin Dillon
als Densmore, Frank Whaley als Krieger und Kathleen Quinlan als
eine von Morrisons Liebesaffären.
Hauptdarsteller Val Kilmer, der wie Morrison
ein Bariton ist, arbeitet derzeit mit Doors-Produzent Paul Rothchild
am Soundtrack des Films. Kilmer hat auch schon in der 1984er Komödie
Top Secret!, in der er einen Rockstar spielte, selbst gesungen.
Bis zum Erscheinen des Films ist es unmöglich, in Erfahrung zu bringen,
ob Kilmer in der Lage ist, die sinnliche Präsenz, die Morrisons
Markenzeichen war, nachzuvollziehen. Um sicherzugehen, nimmt er
Unterricht in Tanz und Körpersprache bei der Tänzerin / Choreographin
/ Sängerin Paula Abdul.
Stone versucht eine Balance
zu finden zwischen Person und Mythos, der Freiheit der sechziger
Jahre und der Reserviertheit der neunziger Jahre. Er räumt ein,
daß er bereits einige extrem widerwärtige Sexszenen, in denen Morrison
mit Groupies zu sehen ist, gestrichen hat. "Das wird nicht leicht
werden. Schließlich segeln wir im Wind der Sag-einfach-nein-Ära.
Und dann ist da noch die Sache mit Jim. Alle werden sich darüber
streiten, wie er nun wirklich war."
Egal, wie er war, Jim Morrison hatte wohl
eine dunkle Ahnung davon, was kommen wird, als er schrieb: "Wart
ihr zufrieden mit der Welt, als ihr gestorben seid? Reicht es als
Grundlage für einen Film?"
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