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Anmerkung von
Heinz Gerstenmeyer
zu dem
Buch

Der mysteriöse Tod
von Jim Morrison

 

Nach einer Pressemitteilung der Nachrichtenagentur AP im Juli 2007 berichteten alle führenden amerikanischen, britischen und deutschen Zeitungen und Zeitschriften über die sensationelle Enthüllung des Pariser Journalisten Sam Bernett, dass Jim Morrison auf der Toilette eines Pariser Nachtclubs an einer Heroinüberdosis gestorben sei.      [Link]

Hierbei handelte es sich jedoch lediglich um ein uraltes Gerücht, das schon viele Leute vergeblich zu beweisen versucht hatten, und zu dem Sam Bernett – im Jahr 1971 Geschäftsführer eben dieses Pariser Nachtclubs – sich nun plötzlich zum Augenzeugen gemacht hat.

Als Doors-Keyboarder Ray Manzarek im Juli 2008 der britischen Boulevard-Zeitung Daily Mail gegenüber mal wieder zum Besten gab, dass Jim Morrison möglicherweise noch lebt, wurde dies, insbesondere in Deutschland, nicht nur von sämtlichen führenden Zeitungen und Zeitschriften aufgegriffen, sondern buchstäblich auch von jedem einzelnen Provinzblatt.      [Artikel]      [Link]

Dabei stand spätestens seit 1990 völlig außer Frage, dass Jim Morrison noch lebt, und es war – und es ist nach wie vor – völlig klar, dass Ray Manzarek das Gerücht 'Jim Morrison lebt' wider besseren Wissens aus Promotion-Gründen immer wieder aufwärmt.

Diese beiden Geschichten zu Jim Morrisons Tod, und noch einige weitere mehr, habe ich bereits im ersten Kapitel meines Buches eindeutig widerlegt. Auch musste ich in meinem Buch mehrfach darlegen, dass insbesondere Ray Manzarek die Geschichte der Doors immer wieder so verdreht, wie es ihm gerade Spaß macht, und dass er gezielt Falschinformationen verbreitet, um sich und die restlichen Doors in einem besseren Licht erscheinen zu lassen.

Die Geschichte von Jim Morrisons Tod ist allerdings reichlich komplex, und es erforderte mehr als zwanzig Jahre lange Recherche, bis ich mir im Jahr 2006 sicher sein konnte, dass ich die tatsächlichen Umstände, unter denen Jim Morrison gestorben ist, herausgefunden habe.

Bei meinen weiteren Recherchen, die sich bis November 2008 hinzogen, musste ich dazu noch verblüfft feststellen, dass niemand, der Jim Morrison näher kannte, irgend etwas genaues über seinen Tod weiß. John Haeny, der Produzent von Jim Morrisons Gedicht-LP AN AMERICAN PRAYER, wusste von allen am meisten, aber auch er kannte nicht die volle Wahrheit. Meine Annahme, dass alle Leute, die Jim Morrison näher kannten, mehr wissen als sie sagen, hat sich im Lauf meiner Recherchen als falsch herausgestellt.

Es ist nunmehr völlig sicher, dass keine weiteren Fakten mehr auftauchen werden, die ein anderes Bild ergeben, als ich es in meinem Buch gezeichnet habe.

Was ich auch sehr beeindruckend fand, ist, dass alle, die Jim Morrison näher kannten, sehr darauf bedacht waren, dass ich ihn in meinem Buch nicht so darstelle, wie ihn Oliver Stone(d) in seinem peinlichen Filmmachwerk THE DOORS porträtiert hat: Als drogensüchtigen, ständig besoffenen, völlig ausgerasteten, manischen, gesetzlosen Unruhestifter.

Bei Interesse können Journalisten ein kostenloses Rezensionsexemplar meines Buches hier anfordern.

Heinz Gerstenmeyer
7. Januar 2009

 
     
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