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Paul Rothchild: Light
My Fire blieb fünf Jahre lang in den Top 5 der 'Alltime
Hits'-Hitparade.
Jim Morrison: Light
My Fire war in den USA eine der meistverkauften Singles aller
Zeiten, aber in Europa gewannen wir nicht einmal einen Blumentopf
damit.
Anmerkung: Im Mai 1991 wurde die gekürzte
Fassung von Light My Fire anläßlich der Veröffentlichung
von Oliver Stones Film The Doors in Europa als Single wiederveröffentlicht.
Diese Single kam am 1. Juni 1991 in die britischen Hitparaden und
erreichte am 15. Juni 1991 Platz 6 (New Musical Express)
als höchste Position. Damit wurde Light My Fire 24
Jahre nach der ersten Veröffentlichung auch in Großbritannien
der größte Hit der Doors. Jim Morrisons Angabe, Light
My Fire wäre "in den USA eine der meistverkauften Singles
aller Zeiten" gewesen, ist allerdings stark übertrieben. Wenn
man die Auswertungen der Zeitschriften Billboard und Cash
Box zusammennimmt, war Light My Fire in den USA zwar
die meistverkaufte Single des Jahres 1967, aber keineswegs eine
der meistverkauften Singles aller Zeiten.
Grace Slick (Sängerin
von Jefferson Airplane): Light My Fire kommt dem
Ausdruck 'Sex auf Schallplatte' am nächsten.
Paul Rothchild:
In den Konzerten waren die Fans nur an einem Song interessiert:
Light My Fire. Jim war deswegen ein bißchen bekümmert,
denn das Konzept der Doors war wesentlich umfassender und lebensbezogener
als Light My Fire welches zwar ein großartiger Song
war, aber nicht das aussagte, was Jim der Welt mit seinen Gedichten
sagen wollte. Außerdem war es nicht einmal sein Song. The
End, When The Music's Over, Riders On The Storm sind die wichtigeren
Songs. Songs mit einem literarischen Niveau.
Ray Manzarek: Alle
in der Band hatten die Freiheit zu improvisieren, aber Jim mußte
Light My Fire jeden Abend auf die gleiche Art und Weise singen.
Es gab nichts, was er dagegen tun konnte. Deshalb hatte er etwas
gegen Light My Fire.
In den Konzerten spielten die Doors Light My
Fire stets in der Grundtonart a-moll (vgl. auch die beiden Live-Aufnahmen
auf den LPs ALIVE, SHE CRIED und LIVE AT THE HOLLYWOOD BOWL). Die
Grundtonart der Studiofassung von Light My Fire, die sich
auf den Mono-Pressungen der LP THE DOORS befindet, ist ebenfalls
a-moll. Kurioserweise hat die Stereoversion der Studiofassung von
Light My Fire, egal ob sie nun auf LP, CD oder auf Samplern
veröffentlicht wurde, die Grundtonart as-moll. Die Grundtonart
der Stereoversion ist also einen Halbton tiefer als die Grundtonart
der Monoversion. Die Aufnahmen selbst sind jedoch völlig identisch es handelt sich hierbei also nicht um zwei verschiedene Studioaufnahmen.
Robby Krieger (26.
April 1989): Das einzige, was ich mir vorstellen könnte
ist, daß sie das Masterband langsamer gedreht haben. Ich dachte
schon immer, daß es sich ziemlich langsam anhört. Das
ist äußerst seltsam. Es ist unmöglich! Das muß
ich mal nachprüfen.
Da die Monoversion der Studiofassung von
Light My Fire eine Spieldauer von 6'57 Minuten hat, die Stereoversion
jedoch eine Spieldauer von 7'05 Minuten, steht fest, daß das
Masterband der Stereoversion in der Tat langsamer gedreht wurde
(wobei sich grundsätzlich die Grundtonart verändert).
Warum Paul Rothchild dies jedoch gemacht hat, und ob er es überhaupt
absichtlich gemacht hat schließlich ist diese Kuriosität
weder den Doors noch sonst irgend jemandem aufgefallen wird sich
wohl nie klären lassen, denn Paul Rothchild starb am 30. März
1995 im Alter von 59 Jahren an Lungenkrebs.
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